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Warum Gemüse haltbar machen

Fermentiertes Gemüse

Ich habe Fermentation nicht entdeckt, weil sie im Trend liegt oder weil ich nach einer bestimmten Methode gesucht habe.

Ich bin darauf gestoßen, weil ich verstehen wollte, wie ich frisches Obst und Gemüse für die kalte Jahreszeit haltbar machen kann – einfach, zuverlässig und ohne technische Abhängigkeiten.

Am Anfang hatte ich keinen Garten. Ich konnte Gemüse nur kaufen: zuerst im Supermarkt, später auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern. Und dann waren da noch die wunderbaren Obst- und Gemüse-Geschenke von Freunden, Nachbarn oder von der Vermieterin.

Mir war dabei vor allem eines wichtig: zu wissen, was wir essen – und wie es behandelt wurde, bevor es auf dem Teller landet.

Viele haltbare Lebensmittel sind technisch sauber hergestellt.

Aber sie sind oft so stark verarbeitet, erhitzt oder konserviert, dass für mich die Verbindung zum ursprünglichen Lebensmittel verloren geht.

Ich wollte keine industriellen Prozesse ersetzen, sondern einen nachvollziehbaren Weg finden, Lebensmittel haltbar zu machen, ohne sie grundlegend zu verändern.

Gleichzeitig war mir klar, was für mich nicht infrage kommt.

Ich wollte nicht von Stromversorgung abhängig sein.

Kühltruhe und Gefrierschrank fielen damit aus.

Und ich wollte mein Leben nicht mit aufwendigen Einkoch- oder Dörrprozessen füllen, wenn es einfachere Möglichkeiten gibt, die ohne viel Zeit, Planung oder Technik auskommen.

Ich suche immer nach Lösungen, die funktionieren, ohne kompliziert zu werden.

Fermentation war deshalb keine romantische Entdeckung, sondern eine sehr logische.

Gemüse, Salz, bei Bedarf etwas Wasser, ein Glas mit Deckel.

Man bereitet es vor – und überlässt es dann weitestgehend sich selbst.

Kein Energieverbrauch, kein permanentes Kontrollieren, kein technischer Aufwand.

Für mich ist das keine Methode, sondern eine Konservierungskultur, die sich ruhig in den Alltag einfügt.

Ich baue heute selbst Gemüse an, kaufe möglichst direkt bei Erzeugern und mache es haltbar, wenn es verfügbar ist.

Nicht perfekt.

Aber konsequent.

Was mich an der Fermentation überzeugt hat, ist nicht ein einzelner Effekt, sondern die Haltung dahinter: weniger Abhängigkeit, weniger Technik, mehr Übersicht.

Gesundheit ist für mich kein Projekt, das man optimiert.

Sie ist ein Nebenprodukt eines Alltags, der überschaubar, nachvollziehbar und selbstbestimmt organisiert ist.

Ich teile das hier nicht, um zu überzeugen oder etwas zu propagieren.

Ich teile es, weil es Teil meines Alltags ist – und weil ich gemerkt habe, dass Klarheit, Einfachheit und Nachvollziehbarkeit für viele Menschen wieder an Bedeutung gewinnen.

Ich werde hier weiterhin Einblicke in meine Praxis geben:

in Haltbarmachung, Selbstversorgung und eine möglichst unabhängige Alltagslogik.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Ohne Anleitung.

Ohne Versprechen.


Wer mitlesen möchte, ist herzlich willkommen.

Wer andere Wege geht, ebenso.


Wer sich mit Selbstversorgung und Haltbarmachung aus dem Garten intensiver beschäftigen möchte, findet im Bereich „Was mich begleitet“ weiterführende Räume und Kontexte.

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