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Warum Selbstversorgung mehr ist als Versorgung

Pause. Innehalten. Selbstversorgung ist mehr als Versorgung.

Selbstversorgung wird oft auf das reduziert, was man sehen kann.

Garten, Vorräte, Gläser im Regal, Saatgut, Werkzeuge. Das alles gehört dazu – aber es ist nicht der Kern. Der Kern liegt für mich woanders.

Selbstversorgung beginnt nicht bei Dingen, sondern bei der Frage, wie abhängig ich innerlich bin. Wovon ich mich leiten lasse, worauf ich reagiere, ohne es zu merken.

Ich habe gemerkt, dass äußere Unabhängigkeit wenig trägt, wenn die innere Orientierung ständig im Außen gesucht wird: In Meinungen, Einschätzungen, Warnungen oder Erwartungen.

Dann kann der Keller noch so gut gefüllt sein – es bleibt unruhig.

Für mich gehört zur Selbstversorgung deshalb auch, meine Wahrnehmung ernst zu nehmen. Zu merken, wann etwas zu viel wird. Wann ich beginne, nur noch zu reagieren, statt zu entscheiden.

Das ist keine Technik. Das lässt sich nicht automatisieren. Aber es lässt sich üben.

So wie ich lerne, wann ein Gemüse erntereif ist, lerne ich auch, wann es Zeit ist, mich zurückzunehmen. Nicht alles zu lesen, nicht jede Information einzuordnen, nicht überall mitzugehen.

Diese innere Reduktion hat viel mit äußerer Einfachheit zu tun.

Je weniger Systeme ich pflege, je weniger Methoden ich parallel verfolge, desto leichter wird es, bei mir zu bleiben.

Selbstversorgung bedeutet für mich deshalb auch, mir Räume zu schaffen, in denen ich nichts leisten muss: Keine Position vertreten. Nichts optimieren. Ein Spaziergang ohne Ziel. Eine Arbeit ohne Messbarkeit. Ein Gedanke, der nicht zu Ende geführt werden muss.

Das ist keine Flucht aus der Realität, sondern eine Form von Stabilisierung.

Ich erlebe immer wieder, dass Entscheidungen klarer werden, wenn ich innerlich ruhiger bin. Nicht schneller, nicht effizienter – sondern klarer.

Und diese Klarheit wirkt zurück auf das Praktische:

  • Auf das, was ich anbaue.
  • Auf das, was ich haltbar mache.
  • Auf das, was ich wirklich brauche.

In diesem Sinne ist Selbstversorgung für mich kein Projekt. Sie ist eine Haltung, die sich im Äußeren zeigt, aber im Inneren beginnt.

Zu Themen rund um Selbstversorgung und Lebenspraxis schaue ich mir gelegentlich Formate an, in denen unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.

Einer dieser Räume ist der Selbstversorgt aus dem Garten – Onlinekongress.


Wer sich mit Selbstversorgung und Haltbarmachung aus dem Garten intensiver beschäftigen möchte, findet im Bereich „Was mich begleitet“ weiterführende Räume und Kontexte.

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